Nachhaltig Packen für unterwegs


Wie du einfach, leicht und nachhaltig packen kannst

    Nimm dir Zeit zur Vorbereitung. Klingt selbstverständlich, aber selbst uns passiert es immer wieder aus Zeitgründen, dass wir quasi Hals über Kopf losfahren. Wie oft sind wir schon in totaler Hektik aufgebrochen nach dem Motto: Kleidung sortieren wir unterwegs, Nahrungsmittel kaufen wir nach, vergessene Dinge brauchen wir bestimmt gar nicht so dringend. Falsch... Wer so packt, vergisst mit Sicherheit das Wichtigeste und im blödesten Fall gibt es die Dinge am Reiseziel nicht (Brennspiritus ist in Osteuropa beispielsweise kein Baumarkt- oder Drogerieartikel – am Ende mussten wir einen neuen Gaskocher besorgen, weil wir keinen Spiritus für unseren Kocher bekommen haben)

      Schreib dir eine Packliste

      Eine gut überlegte Packliste, speziell für dein Urlaubsziel und deine Art zu reisen spart dir einiges an Übergepäck, sinnlosen Dingen unterwegs und reduziert die Schreckmomente, was alles zu Hause liegen geblieben ist. Es lohnt sich, so eine einmal angelegte Liste gut zu pflegen – je nach Jahreszeit, Reiseziel, ob mit oder ohne Kinder, mit Rad, zum Wandern oder beim Camping mit Bus oder Zelt bzw. je nach dem wie lange du unterwegs sein möchtest. Wobei auch gilt, Gepäck für ca. 10 Tage reicht auch für einen ganzen Monat – zwischendurch wird einfach gewaschen.

      Räum dein Auto auf

        Reist du wie wir mit dem Bulli, der im besten Fall fertig gepackt vor der Tür parkt, nimm dir trotzdem Zeit für einen Überblick, wenn eine längere Tour bevorsteht. Was ist noch im Auto, was sollten wir immer als Grundstock an Bord haben, welche Nahrungsmittel wollen wir noch zu Hause besorgen? Gerade unsere sogenannte Küchenkiste muss gut gepflegt werden, sonst stapeln sich dort schnell Grundnahrungsmittel wie Salz und andere Gewürze in großen Gebinden, obwohl eine kleine Dose voll auch gereicht hätte. Pass aber auf, dass dein Bus oder Womo nicht schnell zum fahrenden Keller mutiert – überleg genau, ob du Bodyboards, Neoprenanzüge, Wanderstiefel oder Skateboards an deinem Reiseziel wirklich nutzt oder ob du sie eventuell auch ausleihen kannst. 

        Investiere in multifunktionale Dinge, um Gepäck zu sparen

        Aus manchen Decken kannst du einen Schlafsack knöpfen. Brettchen nehmen weniger Platz weg als Teller, Schüsseln eignen sich für das Müsli am Morgen genauso wie für die Suppe oder die Pasta am Abend. Genauso gibt es Besteck, das gleichzeitig Löffel und Gabel ist und manchmal sogar mit kleiner Schneidekante kommt, so dass du kein extra Messer benötigst. Ein gutes Multitool hat Schere, Korkenzieher oder Dosenöffner und vieles mehr, während ein größeres Taschenmesser auch als Kochmesser gut funktioniert. Campingtöpfe haben oft einen Deckel, der gleichzeitig als Sieb zum Abgießen dient, und lassen sich ineinander stapeln.

        #reusereducerecycle

        Pack schon zu Hause wiederverwendbare Flaschen, Becher und Dosen ein. So kannst du fast überall Trinkwasser nachfüllen und musst keine PET-Flaschen kaufen. Auch dein Kaffee unterwegs oder am Strand kannst du so ohne Wegwerfbecher genießen. Brotdosen aus Edelstahl eignen sich gut für übrig gebliebenes Essen oder den Schweizer Käse vom Bauern. Auch Bienenwachstücher sind eine gute Alternative für Snacks unterwegs, achte aber auf die Temperaturen vor Ort – das Wachs schmilzt bei warmem Sommerwetter.

        Unsere Lieblingsausrüstung

        Wir können nicht ohne unseren Campingtoaster, flach verpackt passt er ins kleinste Gepäck und auf jeden Gaskocher. So werden auch älteres Brot oder wabbeliges Weißbrot richtig lecker und du musst nichts wegwerfen.

        Nutze die Sonne

        Solarpanels gibt es in allen Größen und für jedes Gepäck, dein Telefon laden sie mindestens und machen dich einigermaßen unabhänig. Das Sonnenglas ist eine tolle Lichtalternative – ein klassisches Einmachglas mit LEDs, dass sich tagsüber auflädt und abends gemütliches Licht macht, in dem du aber auch noch lesen kannst. Im Glas selbst kannst du Strandschätze und andere Mitbringsel aufbewahren. Es gibt auch Kochsysteme, die die Energie des Kochfeuers speichern und so Lampen oder andere Endgeräte laden.

         



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