Auch kleine Schritte ändern was... #allefürsklima


Hey folks, heute ist es soweit. Wir gehen mit #fridaysforfuture auf die Straße. In vielen Gesprächen in den letzten Wochen und Monaten, merkten wir immer wieder, dass viele möglichst alles richtig machen wollen. Aber seid gnädig mit euch! Das ist gar nicht möglich. Und wo hört ein Falsch auf und fängt das Richtig an??

Selbst kleine Änderungen oder ein Umdenken im Kleinen können in der Summe Großes bewirken. Wir haben unten mal aufgeschrieben, was wir wie in unserem unternehmerischen Alltag machen und vielleicht sind ein paar Ideen auch für dich interessant oder du hast Anregungen für uns, wie wir Vorgänge noch nachhaltiger gestalten können.

Photo by Matthew Henry

    • wir halten die Straße vor unserem Laden sauber, sammeln Müll und Kippen auf, pflanzen Blumen für Bienen und Insekten, pflegen die Bank um die Baumscheibe – auf der sich gerne Nachbarn und Anwohner ausruhen und verweilen.
    • auf der Terrasse hinter unserem Laden versuchen wir ein kleines Bienenparadies zu schaffen. Dieses Jahr gab es schon leckeren Lavendel, Kürbis, Kapuzinerkresse und Clematis. Fürs nächste Jahr träumen wir von einem Kompost oder sogar einer kleinen Wurmfarm.
    • bevor wir unseren Müll trennen, versuchen wir erst mal alles wiederzuverwenden. Verpackungsmaterial wird direkt wieder beim Verpacken deiner Bestellung benutzt und Kartons wieder auf die Reise geschickt. Leider kommt immer noch total viel Ware in Plastik verpackt bei uns an. Diese Folienverpackungen sammeln wir und stopfen damit unsere Rucksäcke im Laden aus. Wir regen unsere Lieferanten aber auch dazu an, die Ware nicht mehr als nötig zu verpacken bzw. bestellen die unverpackte Variante (zum Beispiel bietet Opinel die Messer unverpackt oder auch im Plastikblister an)
       
    • wir sind bestrebt, so weit es geht, papierlos zu arbeiten. Wir legen deiner Bestellung keine Rechnung oder Lieferschein bei. Die findest du in deinen E-Mails*. Unsere Buchhaltung ist zu 85% digitalisiert. Durch diesen Schritt konnten wir unseren Papierkram um 2/3 reduzieren.
    • Bons drucken wir nur auf Nachfrage, denn wir können sie auch per E-Mail* verschicken. Aber wenn du doch einen Bon willst, dann kannst du aufatmen, denn das Bonpapier ist bisphenolfrei. Für deinen Einkauf haben wir recycelte Papiertüten da, auch gebrauchte und frisch gewaschene Jutebeutel halten wir bereit. Aber unsere meisten Kunden haben meist eine Tüte oder einen Rucksack dabei. 
    • sämtliche Büromaterialien kaufen wir bei memo.de – Recyclingpapier, wiederbefüllbare Marker und Eddings (ja, so was gibts!), ökologische Reinigungsmittel, direkt recycelte Umschläge aus alten Landkarten, Solartaschenrechner und aufladbare Akkus für unsere Tastaturen und Computermäuse uvm. Unsere Drucker haben den Blauen Engel und können beidseitig drucken.
    • Computer und andere Technik kaufen wir, wenn es geht, gebraucht oder wir mieten es an. Ist ein Teil kaputt, reparieren wir es, machmal sogar selbst mithilfe von ifixit.com – gar nicht so schwer! Antje hat erst kürzlich die Festplatte in einem alten Macbook ersetzt. Jetzt läuft er wieder!
    • unseren Strom beziehen wir über die Elektrizitätswerke Schönau. Im ganzen Laden und Büro sind stromsparende LEDs verbaut, die Schaufensterbeleuchtung ist an Zeitschaltuhren angeschlossen und alle Geräte haben abschaltbare Steckdosen, die wir ausmachen, wenn wir abends nach Hause gehen. Und klar, vergessen wir das auch mal ;-)
    • Dinge des täglichen Bedarfs kaufen wir gegenüber im kleinen Bio-Laden-Kollektiv 'Die Feuerbohne'. Dort gibt es Demeter-Kuhmilch in Flaschen, Fair-Trade-Kaffee und Bio-Gemüse aus der Region. Gehen wir zum Lunch mal außer Haus, dann trifft man uns meist um die Ecke im Café Dots
    • unser Geschäftskonto haben wir bei der GLS Bank. Bei der Triodos Bank waren wir auch schon. Beide sind toll und tun viel Gutes mit unserem Geld.
    • wir verschicken CO2-neutral mit DHL Go Green. Berliner*innen können ihr Bestellungen auch bei uns abholen. Unsere Retourenquote ist für einen Online Shop sehr sehr niedrig. Wir versuchen alle Produkte im Vorfeld so genau wie möglich zu erklären und zu zeigen – damit du die bestmögliche Kaufentscheidung treffen kannst, ohne es hinterher zu bereuen.
    • wir fahren alle jeden Tag mit dem Fahrrad – auch bei Wind und Wetter. Denn wie schon unser Sportlehrer wusste, gibt es nur schlechte Kleidung, aber kein schlechtes Wetter. Einmal in ein gutes Regencape investiert, ist man für alle (Ge-)Zeiten gewappnet. Unsere Firmenfahrzeuge sind Lastenräder, mit denen wir auch immer noch mal selbst einen Schwung Bestellungen zur Post bringen oder Lieferungen von Berliner Herstellern selbst abholen, zum Beispiel von Eco Brotbox.
    • wir trinken Leitungswasser und haben einen Sprudler, falls es mal spritziger sein soll. Wir machen mit bei Refill Berlin, das heißt du kannst dir bei uns immer deine Trinkflasche auffüllen lassen.
    • die Ladeneinrichtung haben wir komplett von unserer Vormieterin übernommen. So musste nichts entsorgt werden. Auch unseren Messestand im März beim Berlin Travel Festival haben wir aus Elementen unseres Ladens gebaut: Holzkisten, Bänke, Lichterketten, Steckbretter... alles modular und vielseitig einsetzbar.
    •  unser Staubsauger ist beutellos. Kühlschrank und Spülmaschine laufen mit Eco-Programmen. Und Kaffee kochen wir mit dem Bialetti Mokkakännchen oder einer French Press. Wie man den Kaffeesatz noch weiterverwenden kann, liest du hier.
       
    • Post und verirrte Ausdrucke werden als Schmierpapier verwendet. Ebenso leere Umschläge – auf die Rückseite kann man noch super Notizen kritzeln oder schnell mal was rechnen. Diese Idee haben wir von wastelandrebel übernommen. 

Klar, gibt es auch bei uns noch Baustellen. Niemand ist perfekt! Antje würde gern gänzlich papierlos arbeiten, aber zum Bearbeiten deiner Bestellungen ist uns noch nichts praktischeres als ein Ausdruck untergekommen. Denkbar wäre eine PDF-Lösung auf dem iPad, aber wie das genau aussehen und funktionieren kann, wissen wir noch nicht. Auch beim Thema Server und Standorte können wir sicher noch nachbessern. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Wie gestaltest du deinen Arbeitsalltag oder auch deinen privaten Alltag zu Hause? Inspirier uns doch in einem Kommentar!

 

 

Fotocredits: Titelbild via Matthew Henry from Burst

* Ja, wir wissen, dass auch E-Mails Strom verbrauchen. Unser E-Mail-Server steht immerhin in Deutschland.


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