Herbst-Camping für Frostbeulen


Nachdem dieser Sommer campingtechnisch sicher ein Rekordsommer und fast jeder Zeltplatz übervoll war, freuen wir uns nun ganz besonders auf den Herbst. Nicht nur die Luft ist viel frischer, es sind auch weniger Menschen unterwegs.

Und für die kleinen Frostbeulen unter euch, die es jetzt auch endlich mal versuchen wollen, haben wir ein paar Ideen und Tipps aufgeschrieben, wie Zelten und Camping im Herbst trotz sinkender Temperaturen ein tolles Vergnügen wird.

  • 1-2 Wärmflaschen für abends im Schlafsack oder im Bett – kleiner Hack: du hast große Nalgene-Flaschen? Super, dann füll die abends einfach mit heißem Wasser, wickel sie in ein T-Shirt und pack sie in den Fußbereich deines Schlafsacks. Wenn du noch einen Teebeutel mit reintust, hast du morgens vielleicht noch warmen Tee oder später was für den schnellen Durst.
  • Auch wenn es nicht regnet, macht es Sinn, wasser- bzw. winddichte Kleidung zu tragen. Wenn der kühle Herbstwind nicht durch deine Klamotten fegen kann, ist das schon die halbe Miete.
  • Wer eine Zwiebel ist, ist gut beraten: Zieh dich in Schichten an. In der Sonne kann es tagsüber noch richtig warm werden, während es abends und morgens deutlicher kühler und gern auch feucht sein kann. Eine Kombi aus Fleecejacke, Daunenweste und leichter Daunenjacke ist super. Da kannst du super variieren. Und die Daunensachen eignen sich nachts auch noch als weiches Kissen oder Fußwärmer.
  • Investiere in gute lange Unterwäsche aus Merinowolle. Auch Leggins gibt es in chic und schwarz und aus Wolle. Auch für Männer. Kann man super unter Shorts tragen und auch nachts im Schlafsack. Wolle wärmt prima, auch wenn sie feucht wird.
  • Pack schon mal eine Mütze ein, denn über den Kopf wird viel Körperwärme abgegeben.

  • Das A und O ist ein Lagerfeuer! Kläre am besten vorab, ob Feuer auf deinem anvisierten Lieblingsplatz erlaubt ist. Oft gibt es eine zentrale Feuerstelle oder ausleihbare Feuertonnen. Auch trockenes Brennholz bekommt man oft vor Ort – oder auch im Supermarkt um die Ecke. Viele Plätze erlauben auch ein Feuer in einem mitgebrachten Grill oder einer Feuerschale. Wirklich, ohne Feuer geht sonst abends nicht mehr viel!
  • Was nützt aber der schönste Lagerfeuerplatz und das beste Feuerholz, wenn du das Feuer nicht anbekommst? Feuermachen ist keine hohe Kunst: alles, was du brauchst, ist Zunder (z.B. alte Eierpackungen, Zeitung, in Wachs getränkte Wattepads, getrocknete Rinde) und Kleinholz (kleine trockene Stöckchen, nicht dicker als dein Daumen). Pro Tipp: Eine kleine Axt im Gepäck macht sich immer gut. Dann kannst du easy auch aus größeren Stücken kleines Anzündholz hauen. Besonders Gewiefte besorgen sich vorher noch ein Stück Kienholz oder ein Magnesiumfeuerzeug. Von beidem werden Stückchen abgehobelt und über den Anzündstapel gestreut. Die Flammen können so leichter Fuß fassen. In dem Buch "Auf alles vorbereitet – Lifehacks für Camper" findest du noch mehr Tipps rund ums Feuermachen – und auch wie man Campfire-Popcorn macht ;-)
  • Gegen den Kaltstart am Morgen hilft im Herbst wie auch sonst immer vor dem Aufbau des Lagers genau sondieren, wo morgens die Sonne aufgeht. Denn wenn es kühler wird, möchtest du genau dort dein Frühstück genießen!
  • Apropos Frühstück: Es wird wieder Zeit für warmen Porridge aka. Haferbrei. Den kannst du zu Hause schon vorbereiten oder auch als fertige Mischung vorab kaufen.

  • Absolut gar nichts ist gegen Socken in Sandalen oder Birkis einzuwenden ;-) Der Zweck heiligt hier die Mittel, finden wir. Mit besonders schönen oder witzigen Socken ist das Ganze natürlich annehmbarer.
  • Wer Herbst-Camping schafft, ist auch gewappnet für Urlaub in Skandinavien. Also ab nach Norwegen nächsten Sommer!

Habt ihr noch Tipps für eine entspannte Zeit im Herbst jenseits von Bibbern und Frösteln? Dann schreibt uns davon!



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